1
2
Washington Irving Bishop
1

Vom Manager…

2

…zum Whistleblower.

Ein Gedankenleser packt aus.

Auch wenn ich meine treuen Fans sehr liebe, einiges kann und darf ich einfach nicht offenbaren. Aber eine Methode, die Gedanken anderer zu lesen, werde ich Euch an dieser Stelle verraten.

Der Ideomotorische Effekt

Ein Phänomen, dessen sich Mentalisten neben vielen anderen bedienen, ist der sogenannte Carpenter-Effekt (oder eben ideomotorischer Effekt): Wer eine bestimmte Bewegung sieht oder intensiv an sie denkt, der erfährt eine Tendenz, diese auch auszuführen. Mit diesem “Muskellesen” funktioniert beispielsweise ein Ouija-Brett oder das Pendeln.
Nun gab es am Ende des neunzehnten Jahrhunderts jemanden, der berufsmäßig solche spirituellen Tricks enthüllte: Washington Irving Bishop, früher Assistent und Manager einer Spiritistin. Dieser “frühe Whistleblower” kannte und entlarvte den ideomotorischen Effekt – was ihm allerdings kein Glück brachte.

Der unglaubliche Tod des “Muskellesers”

Bishop war schon mehrmals ins Koma gefallen, aber stets wieder wach geworden. Aus Angst, man könnte ihn für tot halten, hatte er immer einen Zettel bei sich, der das erklärte und auf dem bat, jegliche Behandlung oder gar eine Obduktion zu unterlassen. Als er bei einem seiner Auftritte in New York wieder bewusstlos wurde, schritten drei Ärzte, statt den Zettel zu lesen, sofort zur Autopsie und suchten die Ursache für seinen vermeintlichen Tod in seinem Kopf. Na ja – und ohne Gehirn ist das mit dem Gedankenlesen schlecht, und mit dem Weiterleben natürlich auch…