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schwebende Karte
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Jetzt ist sie da…

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…gleich ist sie weg!

Zauberkunst & Fingerfertigkeit

Heute möchte ich mal eine Frage beantworten, die mir ganz oft gestellt wird: “Was an Deiner Darbietung ist eigentlich Zauberei und was ist Fingerfertigkeit?”. Klingt auf den ersten Blick ganz einfach, das mal zu definieren. Schließlich ahnt jeder (erwachsene) Mensch, dass es so ganz ohne Tricks auch beim besten Zauberer wohl nicht funktioniert. Man kriegt sie eben nur nicht raus. Oder ist da doch mehr als pure Technik…?

Bei Wikipedia liest es sich so: Die Zauberkunst (auch: Zaubern, Zauberei) beschreibt eine Form der darstellenden Kunst, die es versteht, durch künstlerische Kommunikation (verbal und non-verbal) und unter Verwendung verschiedener Techniken und Methoden Illusionen in den Köpfen der Betrachter und Gefühle in den Herzen der Menschen auszulösen. Dabei ist die Vorführung an keine spezielle Räumlichkeit oder Situation gebunden. Je bereitwilliger der Betrachter ist, sich verzaubern zu lassen, desto größer kann die Illusion in seiner Vorstellung entstehen.

Zauberkunst ist also – wie der Name schon sagt – eine Kunst, und zwar eine darstellende. Ha! Ich bin ein Künstler. Aber “Kunst” kommt eben immer auch von “Können”. Ein guter Mentalmagier kann vor allem zwei Dinge: Er beherrscht spezielle Techniken und versteht es, sein Publikum zu unterhalten. Das eine übt man – und übt, und übt, und übt…, das andere hat viel mit Sympathie zu tun, die man weckt.

Magie in der Geschichte:
Taschenspiel und Straßenzauber

Die historischen Magier waren hauptsächlich Taschenspieler und Straßenzauberer, die unter freiem Himmel versuchen mussten, ein paar Münzen in ihren Hut zu bekommen. Mann, bin ich froh, dass ich im Normalfall im Warmen und Trockenen zaubern darf. Heute gehören zu den wichtigsten Sparten der Zauberei

  • Bühnenmagie
  • Großillusionen (Illusionisten mit Trickapparaturen)
  • Manipulation (die Hand ist schneller als das Auge)
  • Tischzauberei (auch Mikromagie, Close-up)
  • Kartenkunst (mit viel Fingerfertigkeit und Merkfähigkeit)
  • Comedy-Zauberei (Humor wird zum Schwerpunkt)
  • Kinderzauberei (vor dem treuesten Publikum)

Übrigens: Von “Zauberkunst” spricht man erst seit dem 18. Jahrhundert. Die “Kunst des Taschenspiels” dagegen, benannt nach der Gauklertasche zur Aufbewahrung der Requisiten, konnte man bereits auf hellenistischen Marktplätzen beobachten. Also ehrlich – so alt sind meine Nummern garantiert nicht!